Ich bin Ulla, Studierende des Masterstudiengangs Kommunale Gesundheitsförderung. Ich will euch ein Stück auf dem Weg meiner Masterarbeit mitnehmen. Ich erzähle euch, warum ich mich für das Thema entschieden habe und was mich dazu motiviert hat. Ich finde nämlich: Für die Abschlussarbeit lohnt es sich, sich damit in Ruhe auseinanderzusetzen.
Meine Abschlussarbeit ist Teil einer regionalen Gemeinschaftsaktion der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN), die ich analysieren werde. Es geht dabei um ‚Beweg dich, beweg was!’– Gemeinsam aktiv in der Metropolregion Rhein-Neckar. Das Projekt wurde von zahlreichen Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen des BGM-Netzwerks Metropolregion Rhein-Neckar anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums initiiert. IIm Aktionszeitraum 15. April bis 20. Mai sind Mitarbeitende der gesamten Region über eine digitale Bewegungs-App aktiv gewesen, zur Förderung ihrer Gesundheit am Arbeitsplatz und um damit gleichzeitig Spendengelder für Kitas in der Region zu sammeln, die wiederum zur Bewegungsförderung der Kids eingesetzt werden.
Ich bin darauf über unser Hochschulportal aufmerksam geworden. Denn es gab die Möglichkeit für Studierende, das Projekt für empirische Erhebungen und Abschlussarbeiten zu nutzen. Die Ausschreibung dazu kam von der MRN. Nach kurzer Überlegung sagte mir meine innere Stimme: „Das klingt nach einer echten Win-Win-Situation!“
Gesundheitsförderung niedrigschwellig
Gesundheitsförderung begleitet mich tatsächlich schon eine sehr lange Zeit – nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Ich habe über viele Jahre und im Laufe meines Studiums immer wieder erlebt und wahrgenommen, wie sehr ein regelmäßiges und bewusstes Bewegungsverhalten im Alltag dazu beiträgt, Wohlbefinden und Stärke nachhaltig zu verbessern und damit langfristig unterstützend auf die Gesundheit wirkt. Gleichzeitig habe ich auch gesehen, wie herausfordernd es für viele Menschen ist, Bewegung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Genau diese Schnittstelle zwischen individueller Motivation und strukturellen Rahmenbedingungen fasziniert mich schon lange.
Projekte wie ‚Beweg dich, beweg was!‘ zeigen, wie niedrigschwellig Gesundheitsförderung sein kann, wenn sie gut organisiert und gemeinschaftlich getragen werden. Schließlich bietet sich die Lebenswelt Arbeitsplatz hervorragend für mehr Bewegungs- und Gesundheitsförderung an; zumal viele dort einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, oft verbunden mit langem Sitzen. Das macht auf Dauer träge und langsam, birgt hohe gesundheitliche Risiken und wirkt sich auch negativ auf Konzentration und Produktivität aus. Ich dachte: „Das Thema ist deine Chance. Eine großartige Gelegenheit. Leg los mit deiner Masterarbeit! Beweg dich, beweg was!“
Das fand ich toll und dies war tatsächlich der entscheidende Moment, der meine Masterarbeit ins Rollen brachte. Trotzdem bin ich der Meinung: Gut Ding will Weile haben. Also habe ich den ersten Enthusiasmus bewusst gebremst und gründlich zunächst das Vorhaben überlegt und mein weiteres Vorgehen gut durchdacht.
Durch die Brille der kommunalen Gesundheitsförderung gesehen, finde ich dieses Netzwerkprojekt besonders interessant, denn hier spielen viele Einflussfaktoren rein und es gibt unzählige, mögliche Forschungsfragen. Zudem sehe ich mich selbst als eine Praktikerin, die praxisnahe und sinnstiftende Projekte sehr gerne unterstützt, insbesondere wenn diese nachhaltige Entwicklungen unserer Region spürbar voranbringen. Ich glaube, dass ‚Beweg dich, beweg was!‘ dieses Potenzial hat. Sehr spannend ist für mich als Studierende natürlich auch der damit verbundene Wissenschafts-Praxis-Transfer. Im Studium war der schon immer sehr präsent.
Los geht’s!
Das alles hat mich ganz persönlich gepackt und mich dazu bewegt, die Bewerbung zu starten.
Aus meiner Sicht ist mir ein guter Einstieg und damit der erste Meilenstein gelungen. Ein authentisches Motivationsschreiben und guter, gemeinsamer, gegenseitiger Austausch haben haben mir geholfen, das Forschungsfeld klar abzustecken und ein gutes Bauchgefühl für mein Vorhaben zu entwickeln. Die seit 2013 gewachsenen Netzwerkstrukturen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Metropolregion Rhein-Neckar bieten mir super Voraussetzungen für meine Masterarbeit.
Last but not least, kommt es nun vor allem auf mich und meine Sorgfältigkeit an. Ich bin bereits sehr auf die Ergebnisse gespannt. Ich wünsche mir einerseits wertvolle Einblicke in die Wirkung des Projekts. Gleichzeitig hoffe ich aber auch, wenn ich dazu beitragen kann, künftige Aktionen noch gezielter und wirkungsvoller zu gestalten – als kleiner Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Region.

Autorin: Ulla Schilling studiert im Master Kommunale Gesundheitsförderung an der PH Heidelberg.
Titelbild: Metropolregion Rhein-Neckar GmbH


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