Von „Gude“ zu „Moin“

Zu sehen sind Studierende mit Fernglas.

Ab ins Watt: In der Exkursionswoche besuchten Studierende der Biologie mit Lissy Jäkel die Schutzstation Wattenmeer auf Hallig Hooge. Studentin Matthea berichtet über Stockenten und Wattwürmer.

Wo andere in den Urlaub fahren, studieren wir die Natur. Zusammen mit Prof. Dr. Lissy Jäkel fuhren 21 Studierende der Biologie auf die Hallig Hooge zur Schutzstation Wattenmeer. Dabei standen der Naturschutz und der ökologische Fußabdruck besonders im Vordergrund. Es wurde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist, gemeinsam preiswert mit Bio-Produkten vegetarisch und vegan gekocht und auf die Müllproduktion geachtet.

Postkartenwürdige Landschaft

Das biodiversitätsreiche Wattenmeer ist ein besonders schützenswerter Lebensraum. Er dient als Raststätte für Zugvögel und bietet ein Zuhause für etliche Arten von Mollusken, Anneliden und einzigartige Pflanzen, die sich auf diesen besonderen Lebensraum spezialisiert haben. Einige dieser Pflanzen haben wir auch am Deich kosten können, wie den europäischen Queller, die Portulak-Keilmelde, und die Strandsode.

Im Zuge der Exkursion haben auch einige Studierende ihre Organismensammlung angelegt. Eifrig wurde nach der echten Bohrmuschel, Trogmuschel und der Eihülle des Nagelrochens am Strand gesucht. Die meisten mussten tatkräftiger nach Ausschau halten, während wenigen die seltenen Fundstücke schon fast in die Hände fielen. Ausgestattet mit Wattschuhen und Mistgabeln wurde bei der Wattwanderung die Segmente des Wattwurms gezählt und die Elastizität des Kotpillenwurms getestet.

„Es kann auch mal einfach nur eine Stockente sein“

Mit Bestimmungsbüchern und Ferngläsern bewaffnet wurden an Land verschiedene Vögel gesichtet. Bei jedem gefiederten Tier wurde erwartungsvoll Halt gemacht – und dann geseufzt, wenn es doch nur die Stockente war, die uns Biologiestudierenden selbstverständlich bestens bekannt ist. Zusätzlich erfreuten wir uns an vielen anderen Vögeln: Der Austernfischer, der Rotschenkel, der Säbelschnäbler, die Lachmöwe und der Sandregenpfeifer wurden bewundert.

Abends wurden dann die Fundstücke im Seminarraum gemeinsam bestimmt und anschließend der unglaublich sehenswerte Sonnenuntergang beobachtet. Als Kinoprogramm wurde die Verfilmung des Schimmelreiters aus dem Jahre 1978 vorgeführt, dessen Ende von den Studierenden heiß diskutiert wurde. Auf Amrum entdeckten wir die Salzgräser der Dünen, beobachteten Jagdfasane und schlenderten durch Norddorf und Nebel und sonnten uns am Hafen in Wittdün bevor es wieder auf die Fähre nach Hooge ging. Insgesamt war diese Exkursion ein einzigartiges Lernerlebnis und hat unser Studium maßgeblich vorangebracht.

Autorin: Matthea Pracht studiert im Master Lehramt der Sekundarstufe 1 mit den Fächern Biologie und Englisch.

Hinweis: Die Exkursion wurde ermöglicht mit der Förderung des Freundeskreises der Hochschule

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