Kunstgeschichtliches zum Thema StillLeben. Was hat das mit unserem Leben aktuell noch zu tun? Im Foto-Studio im Betriebswerk entstanden eigenständige Bildwelten, in denen Form, Material, Farbe und Licht präzise aufeinander abgestimmt sind. Die Inszenierungen reichen von poetisch-reduzierten Arrangements bis zu experimentellen Aufbauten mit überraschenden Bezügen – stets getragen von einem genauen Blick für Details und einer klaren gestalterischen Idee.


Ausgangspunkt war die Arbeit direkt an der Kamera: Entscheidungen zu Perspektive, Licht, Schatten, Bildausschnitt und Komposition wurden bewusst getroffen und im Set verfeinert. Parallel dazu vertieften die Studierenden technische Grundlagen wie Verschlusszeit, Blende und ISO – nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeuge, um Atmosphäre, Schärfeverlauf und Bewegung kontrolliert zu gestalten. So verbinden sich konzeptionelles Denken und handwerkliche Präzision.


Die hier gezeigten Arbeiten spiegeln Neugier, Mut zum Experiment und persönlichen Ausdruck. Sie laden ein, Vertrautes neu zu sehen, Materialien nachzuspüren und Beziehungen zwischen Dingen (auch neu) zu entdecken.


Jede Fotografie ist das Ergebnis eines konzentrierten Prozesses: vom ersten Entwurf über den Aufbau im Studio bis zum finalen Bild und in der Sommerfest-Ausstellung im Juni mit der Fachschaft. Die Studierenden haben sich selbstständig für die Ausstellung, die Drucke und die Hängung organisiert – im Handumdrehen und viel Raum innerhalb der Ausstellung.






Autorin: Sabine Arndt ist freie Fotografin in Heidelberg und Lehrbeauftragte im Fach Kunst an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.


Schreibe einen Kommentar